30. Oktober 2010
Lufthansa und die liebe IT...
13. Oktober 2010
Swiss und Lufthansa - Kompatibel? Warum denn...
7. Oktober 2010
LH Check-In und die Sachkunde
5. Oktober 2010
Ein Phänomen. Lufthansa und die IT...
4. Oktober 2010
Die Inkompatibilität... - SAS und LH
17. September 2010
Lufthansa-Lounges in Frankfurt
16. September 2010
StarAlliance und kein Ende...
- in der Buchung meine M&M-Nummer hinterlegt ist
- ich die Karte beim Check-In vorlegen mußte
- ich die Karte bei allen Lounge-Besuchen auf der Strecke vorlegen mußte
22. August 2010
Loungezugangsregeln eng ausgelegt (2)
11. August 2010
Lufthansa - Das hat Spaß gemacht
Da macht das Auspacken Spaß, der Spieltrieb ist geweckt.
Man konnte das Stauen, Lachen und die Freude in der gesamten Business spüren.
Eine tolle Idee, liebe Lufthansa. Weiter so!
5. Juli 2010
Lufthansa Check-In - Profis bei der Arbeit
1. Juli 2010
Physik und Lufthansa
19. Juni 2010
Lufthansa kennt ihre Produkte nicht...
10. Juni 2010
Swiss - Das WLAN in Züri nervt
3. Juni 2010
Ist Lufthansa schlecht?
2. Juni 2010
Mutter und Tochter: LH/LX/SN-Check-In
Da hat man ein Swiss-Ticket. Und möchte sich bei der Konzernmutter, Lufthansa, auf der Webseite online einchecken. So, wie es einem die Marketingstrategen ins Ohr säuseln. Doch das geht nicht. Denn LH findet den Flug der Tochter LX nicht. Warum auch, ist ja ein Konzern und noch dazu die so toll integrierte StarAlliance.
Also probiert es der brave Kunde noch direkt auf der Swiss-Webseite. Und siehe da. Da wird der Flug gefunden. Und zum Online-Check-In wird man weitergeleitet auf die Lufthansa-Seite.
Ja, richtig gelesen. Lufthansa findet den Flug nicht, wenn ihn der Kunde selbst eingibt. Aber Swiss leitet einen um - und gibt die richtigen Daten mit.
Was ist das für ein Blödsinn?
Das geht noch weiter: Auf allen Segmenten war meine Miles & More Nummer zufällig aus der Buchung verschwunden. Am Abflughafen in der Lounge konnte die Lufthansa Mitarbeiterin immerhin die Nummer für das LX-Segment nachtragen. Für den unter LX-Ticketnummer und Flugnummer gebuchten Anschlußflug mit Brussel Airlines ging das jedoch nicht.
Es lebe die Kompatibilität...
1. Juni 2010
LH Private Jet - Neukundenpromotion versaut
Gleich drei neue Serwitz-Regeln liefert Lufthansa Private Jet. Reife Leistung.
Eine tolle Aktion, die Lufthansa Private Jet sich hat einfallen lassen: Statt der üblichen spärlichen 10.000 Meilen pro Flug gab es im Rahmen der 5-Jahres-Promotion 50.000 Meilen. Damit wurde das an sich sehr teure Angebot von Lufthansa plötzlich attraktiv. Für zwei Zielgruppen: Die, die bisher wegen besserer Gesamtkonditionen bei der Konkurrenz gebucht haben und "Statusschleichern".
Statusschleicher? Das sind Leute, die mit ihrem normalen Flugverhalten einen bestimmten Status nie erreichen würden, aber durch Sonderaktionen ganz gezielt Statusmeilen anhäufen. Spricht für das LH-Marketing, daß Menschen Zeit und Geld für Status opfern.
Jedenfalls wurde die Promotion in den Internetforen als billiger Weg zum HON angepriesen. Je nach Vorqualifikation konnte man so mit 20-30.000 EUR Einsatz den begehrten Top-Status erreichen. Vorausgesetzt, man bekommt genug andere Verrückte auf den Maschinen gebündelt. Das setzt einiges an unternehmerischen Engagement voraus.
Lufthansa hatte Angst um den Top-Status und verschärfte kurz nach Start die Regularien, um dem Statusschleichen einen Riegel vorzuschieben. Das ist schon unschön: Denn dadurch wurde das Buchen im Aktionszeitraum auch für echte Kunden erschwert. Und wieviel Statusschleicher wirklich alle Anforderungen dann letztlich erfüllt hätten, bleibt offen.
Wir lernen zweierlei daraus:
Dritte Serwitz-Regel: Ja nicht vorher denken.
Vierte Serwitz-Regel: Wenn eine Minderheit von 100 Verrückten ein Sonderangebot ausnutzen könnte, muß man dem sofort einen Riegel vorschieben. Egal, was mit den echten Kunden passiert.
Tatsächlich ist Lufthansa PrivateJet eher hochpreisig. Die Aktion machte das Angebot aber attraktiv: 50.000 Meilen sind ja auch einiges wert. Zusätzlich noch ein Preisnachlass von 5% auf die regulären Preise. Das lässt manchen Mitbewerber unattraktiv erscheinen, der sonst günstiger ist.
Wer jetzt sagt: Eh alles purer Luxus, hat weit gefehlt. Tatsächlich ist das ab einer gewissen Gruppengröße einfach günstiger als entsprechend viele Business-Class-Tickets. Mit der Aktion war das sogar richtig attraktiv.
Aber Lufthansa fühlte sich so überlastet, daß man noch nicht mal mehr Buchungsanfragen beantwortete. Stattdessen wurden die potentiellen Neukunden per Einblendung im Miles & More-Portal informiert, daß die Private Jets ausgebucht sind.
Das ist tolle Neukundenwerbung für das "Top-Produkt". Ja, da fühlt man sich richtig ernstgenommen und chartert gerne mal einen 6-Sitzer für ca. 10.000 EUR "return", wenn noch nicht mal die Buchungsanfrage beantwortet wird.
Liebe Lufthansa PrivateJet: Wie man Bestandskunden nicht hält, zeigt Euch ja schon das Lufthansa Alltagsgeschäft. Wie man Neukunden nicht gewinnt, habt Ihr gerade gut vorgemacht.
Und wie seht Ihr die nächsten 5 Jahre?
Ich sehe schwarz. Denn ohne Kunden wird das alles nichts.
Fünfte Serwitz-Regel: Angewandtes Customer-Relation-Management bedeutet, Bestandskunden zu verprellen und Neukunden nicht anzunehmen.